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Großes Lob vom Denkmalschutz an die Oskar-Schindler-Gesamtschule

Kaum etwas ist dramatischer und spannender als unsere Vergangenheit. Unsere Schülerinnen und Schüler der ehemaligen Klasse 10b konnten das am eigenen Leib erfahren. Ein riesiger steinerner Soldat, knapp 6m groß, blickt vom Galgenberg herab auf die Allee der Feldstraße. Mit Stahlhelm, Gewehr und entschlossenem Blick scheint es, als würde er Wache halten. Doch wann und warum wurde dieses wirklich beeindruckende Denkmal errichtet? Warum blickt dieser Soldat über Hildesheim? Wirkt es nicht, wie aus einer anderen Zeit? Wissen Sie es? Weißt du es?

Im Gesellschaftsunterricht (enthält u.a. das Fach Geschichte) arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b mit dem Historiker Dr. Hartmut Häger zusammen und erstellten eine Gedenk- bzw. Informationstafel für Besucher dieses steinernen Soldaten. „Das Kriegerdenkmal wurde als Erinnerung an die gefallenen Soldaten im Ersten Weltkrieg in Auftrag gegeben und später um die Gefallenen des 2. Weltkrieges ergänzt.“, erklärt der Kommunalpolitiker Ekkehard Palandt bei der Einweihung der Gedenktafel am 15. Juni 2016. Er merkt weiter an, dass dieses Denkmal heute als Mahnung und Anstoß für Gespräche und Diskussionen dienen solle. Bei der Einweihungsfeier trugen unsere Schülerinnen und Schüler selbstgeschriebene Gedichte und fiktive Briefe von Soldaten an ihre Familien vor, die von den Qualen und Leiden der beiden Weltkriege erzählen und berührten damit die knapp 100 Gäste der Feierlichkeit. Die erstellte Gedenktafel traf ausschließlich auf positive Resonanz.

Nun erreichte uns sogar ein großes Lob des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege. Der Gebietsreferent Dr. Eckart Rüsch besichtigte persönlich das Denkmal mit seiner neuen Informationstafel und bedankte sich herzlich für den Einsatz unserer Schule.

Wir geben den Dank weiter an die Schülerinnen und Schüler der ehemaligen 10b unter der Leitung der Klassenlehrerin Marion Hoffmann. Wir freuen uns über das gelungene Projekt!

Koordiniert wurde das Projekt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unter Leitung des Kreisvorsitzenden und Oberbürgermeisters Dr. Ingo Meyer sowie der Schul- und Bildungsreferentin Simone Rose, in Kooperation mit der Oskar-Schindler-Gesamtschule, dem Arbeitskreis „Kriegerdenkmal Galgenberg“, dem Historiker Dr. Hartmut Häger und der Stadt Hildesheim. Die Finanzierung stellten Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil, die Stadtteilzeitung AUF DER HÖHE, der SPD-Ortsverein Marienburger Höhe/Itzum, der Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein, die Stiftung Gedenken und Frieden und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Hannover, sicher.