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Musik

Der Fachbereich Musik setzt sich derzeit aus vier unterrichtenden Kolleginnen zusammen: Die Fachbereichsleitung führt im Moment kommissarisch Frau Richter, die Frau Bergeest in ihrer Babypause vertritt und den achten Jahrgang gemeinsam mit Frau Acikbas betreut. Im fünften Jahrgang unterrichtet Frau Trenckmann. Seit einer Woche haben wir eine ganz besondere Unterstützung: Frau Krüger wird im kommenden Jahr ihr Musikstudium abschließen und ist bis dahin an der OSG als Vertretungslehrkraft in den Fächern Musik und Mathematik tätig.

Im zweiten Halbjahr wird Frau Rössig Frau Acikbas ablösen und im fünften Jahrgang „einsteigen“. Wir freuen uns, auch Frau Rad und Frau Bergeest nach der Elternzeit wieder bei uns zu haben. Somit haben wir im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2018/2019 sechs Musiklehrkräfte zur Verfügung und können durch Doppelsteckungen in vielen Klassen noch besser dem großen Repertoire unseres Musikraums sowie den Lernenden gerecht werden.

Der Musikunterricht wird in Jahrgang 5-8 epochal unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler haben jeweils ein Halbjahr Kunst oder Musik und wechseln zum Halbjahr das Fach, wodurch gleichmäßig auf die individuellen Interessen und Begabungen eingegangen werden kann. Zusätzlich wird in Jahrgang 7-10 der Musik-WPK angeboten, in dem junge Musikerinnen und Musiker (und die, die es noch werden wollen) ihr Talent erproben und ausbauen können.

Musik-WPK

Auch wenn die Theorie dabei nicht zu kurz kommen darf, liegt der Schwerpunkt im WPK auf der Praxis: Ob „Lady in black“, „My heart will go on“ oder „Je ne parle pas francais“, ob Stimme, Xylophon, Glockenspiel, Schlagzeug, Cajon, Boomwhacker, Keyboard oder Flügel – Begleitung und Melodie kann man an (und auf!) vielem üben, und für jeden ist etwas dabei. Noch wichtiger ist es, sein Instrument oder seine Instrumente zu beherrschen, sich zu konzentrieren und aufeinander zu hören – dann kann man mit den Teamwerk-Regeln sogar musizieren!

Chor-AG

Unser kleiner, aber feiner Chor setzt sich derzeit aus Schülerinnen und Schülern aus Jahrgang 8 und 9 zusammen. Doch jeder ist willkommen! Dabei konnte bisher auf jeden Wunsch eingegangen werden: Obgleich die Chorleiterin Frau Richter auch getragene Stücke wie „Into the west“ und „In dreams“ aus dem Herrn der Ringe fordert, kommen die Charts hier nie zu kurz: „Titanium“, „Alone“ und „Dark side“ von Alan Walker, „Stay with me“ oder „Treat you better“ – wir schrecken vor keiner Herausforderung zurück!

Jahrgang 5

Nach der Zeit in der Grundschule wirkt die weiterführende Schule zunächst groß, unübersichtlich und komplex auf unsere kleinen Neuzugänge, und das gilt auch für den Musikraum. Zudem ist die musikalische Vorbildung ebenso unterschiedlich wie die Kinder selbst. Daher beginnen wir in Jahrgang mit einer Einführung in das Thema Musik und den Musikraum. Danach geht es, parallel zum Singen von einfachen, dann komplexer werdenden Liedern, an das Thema „Rund um die Stimme“. Wir lernen, woher die Stimme eigentlich kommt und wie wir sie ideal einsetzen können. Und um die Schülerinnen und Schüler nicht nur an das Einsetzen der Stimme heranzuführen, sondern auch an das instrumentale Musizieren, geht es danach weiter mit den „Klängen aus dem Instrumentenschrank“. In der Einheit „Ensembles der Musik“ lernen wir danach, welche Ensembles zum Musizieren es gibt und wie sie sich zusammensetzen. Das Halbjahr schließt ab mit der Notenlehre I – nun geht es daran, Stück für Stück im Ensemble zu singen und zu musizieren und hierfür Rhythmus und Noten zu lernen.

Jahrgang 6

In Jahrgang 6 bauen die Schülerinnen und Schüler auf dem auf, was sie im letzten Jahr gelernt haben: Sie können nun anfangen, „mit Musik zu erzählen“ und sich auf Instrumenten auszuprobieren. Parallel zum Mathematikunterricht lernen sie nun in der Notenlehre II Noten- und Pausenwerte kennen und beginnen, kleine Melodien zu spielen. Als Theorieblock ist der „Karneval der Tiere“ vorgesehen, in welchem die Lernenden Klang- und Tonerzeugung beobachten und somit das Thema Programmmusik erforschen.

Jahrgang 7

Nach dem Erforschen von Klängen und ihrer Wirkung in Jahrgang 6 schließt sich in der 7. Klasse ein weiteres, nun komplexeres Stück der Musikgeschichte, „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi, an. Die Schülerinnen und Schüler können nun die Musik nach Kriterien untersuchen und im nächsten Schritt die Jahreszeiten programmatisch selbst gestalten. Das Besondere dieser mediengestützten Einheit ist neben dem erhöhten Einsatz von digitalen Medien, dass die Lernenden ihr selbst gestaltetes Produkt, ihre eigenen „Vier Jahreszeiten“, auf einem Tonträger mit nach Hause nehmen können. Fächerübergreifend zum GL-Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler als nächstes eine ihnen meist komplett unbekannte Größe kennen: die Musik im Mittelalter. „Neue“ Instrumente, die Kunst des Minnesangs und mittelalterliche Weisen begleiten sie durch diese Einheit. Hieran schließt sich, mit einem Sprung in der Zeitgeschichte, eine weitere Größe an: Wir begleiten Wolfgang Amadeus Mozart sowohl durch sein Leben als auch durch seine Musik, die die Massen bis heute magisch anzieht.

Jahrgang 8

Das Fach Musik in Jahrgang 8 ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, ihre Erfahrungen in den Arbeitsfeldern Instrumentalspiel, Singen und Bewegungen gestalterisch zu vertiefen. Im ersten Halbjahr werden die Kompetenzen Musik hören und beschreiben, Musik untersuchen, Musik deuten sowie die Kompetenz Musik gestalten mit den unterschiedlichen Musikstilen und Epochen unserer Zeit verknüpft. Hierbei setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Musikrichtungen des Hip-Hop, der Pop- und Rockmusik auseinander und untersuchen diese im Zusammenhang mit den historischen und gesellschaftlichen Bezügen. In einem handlungs- und produktorientierten Rahmen sollen danach die Kompetenzen um die musikalischen Gestaltungsmittel an Instrumenten wie unter anderem dem Keyboard erprobt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen Musik nicht nur beschreiben, sondern auch erfahren. Dabei bemühen wir uns sehr um Aktualität, was für die Lernenden eine große Motivation darstellt: Mit vertrauten Klängen wie „Leiser“ oder „Bella ciao“ von 2018 spielt sich die Melodie wie von selbst! In diesem Sinne und um mit den Worten des Pädagogen J. H. Pestalozzi abzuschließen, brauche ich  sie ,,nicht daran zu erinnern, wie wichtig die Musik ist, weil sie die höchsten Gefühle, deren der Mensch fähig ist, zu erzeugen und zu unterstützen vermag.“[1] Dies ist Aufgabe und Ziel des Musikunterrichts, für die Jugendlichen mit zeitgemäßen Themen und in Verknüpfung mit ihrer Lebenswelt Musik erlebbar zu machen!

[1]J. H. Pestalozzi: Pestalozzi, Briefe. An Greaves am 18. Februar 1819.